Fertigstellung des Regenüberlaufbeckens RÜB 2

Am Mittwoch, den 16. Dezember 2020 wurden die Bauarbeiten für das Regenüberlaufbecken, nach einer Bauzeit von 40 Wochen, abgenommen und dieses damit seiner Bestimmung übergeben.

RÜB Baustelle 1     Längsschnitt des neuen RÜB durch GFK-Großrohrprofil

Ziemlich genau vor einem Jahr, am 11. Dezember 2019, wurde mit dem Spatenstich der Bau des Regenüberlaufbeckens eigeleitet.
Notwendig wurde diese Maßnahme, da für das bestehende Becken eine Verlängerung der wasserrechtlichen Genehmigung über  2020 hinaus auf Grund sogenannter weitergehender Anforderungen nicht mehr möglich war.
Die Forderung des Wasserwirtschaftsamtes war, dass das bestehende Becken mit ca. 570 m³ gemäß aktueller Schmutzfrachtberechnung auf 670 m³ vergrößert werden muss.

Auch entsprach das lediglich gepflasterte Becken nicht mehr den Anforderungen nach dem Stand der Technik und der Dichtheit.
Fazit: Für die Erlangung eines neuen Wasserrechts musste das Becken grundlegend saniert werden.

Mit dem Geschäftsführer des Ingenieurbüros Schneeberg und Kraus, Herrn Bernd Müller, fand die Gemeinde einen Ingenieur, von dem, insbesondere unter dem Aspekt der hohen Investitionskosten einer konventionellen Anlage und unter der Problematik des zusätzlichen Flächenbedarfs, ein völlig neues, hoch innovatives Gesamtkonzept ausgearbeitet wurde.

Ziel des Konzeptes war: deutlich geringere Investitionskosten unter Nutzung der bestehenden Beckenfläche sowie eine hocheffiziente Mischwasserbehandlung durch den Betrieb eines Retentionsbodenfilters.
Das heißt: gegenüber einer konventionellen Mischwasserbehandlung mit nachgeschalteter Filterung wurde hier ein in sich integriertes Gesamtreinigungssystem ohne zusätzlichen Flächenbedarf geplant.

Mit einer tatsächlichen Bauzeit von ca. 40 Wochen gegenüber einem aufwendigen Stahlbetonbecken (ca. 59 Wochen) konnte auch eine signifikant kürzere Bauzeit erreicht werden.

Für dieses innovative Planungskonzept des Ingenieurs Bernd Müller mit dem sich die Gemeinde Kalchreuth 2018 für den Bayerischen Innovationspreis Abwasser 2018 beim Bayerischen Umweltministerium beworben hat, wurde die Gemeinde mit dem ersten Preis, der mit 520 000.-€ dotiert war, belohnt.

Dank dieses Preisgeldes wurden die Gesamtkosten von 1,4 Mio € auf 900.000.-- € reduziert.

Auf Grund unserer momentan schwierigen Zeit konnte leider keine offizielle Einweihungsfeier stattfinden. Allerdings will ich es nicht versäumen, dem Ingenieur Bernd Müller und seinem für die Ausführung am Bau verantwortlichen Ingenieur, Herrn Bergmann sowie allen am Bau beschäftigten Firmen und deren Mitarbeitern für ihre gute Arbeit an diesem Projekt zu danken.

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