Lenzenbauer

Käswasser: ehemalige Hausnummer 7

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früher „der Klosterhof“

Die Geschichte des Hauses

„Dieser Hof wird erstmals im Jahre 1388 urkundlich erwähnt. Am 3. April dieses Jahres beurkundeten Ludwig Schenk von  Reicheneck, die Ritter und Schöffen zu Nürnberg, daß Bernold Cramer der Ältere, Karl Holzschuher und Hans Sachs als  Zehntschaftsherren der seeligen Mechtild Vörchlin, den von derselben hinterlassenen, vom Reich zu Lehen gehenden Hof in Käswasser, der Anna Sachsin und dem Kloster Pillenreuth für die der obengesachten Anna Mechtild von Vörchtlein vermachten 10 Gulden Leibgeding übernommen haben.

Noch 1760 wird dieses Anwesen in einer amtlichen Urkunde des Klosters Pillenreuth als Reichslehen bezeichnet, die Grundbarkeit[1] stand aber dem Kloster St. Klara in Nürnberg zu.

Im Jahre 1823 wurde der Hof zerteilt und die restlichen 26 Tagwerk Land erwarb der Bauer Johann Friedrich Igel am 20. Nov. 1823  von seinem Schwiegervater Martin Zimmermann. Der heutige Hofname „Lenzenbauer“ hat seinen Ursprung in einem früheren  Besitzer namens Lorenz Zimmermann, der um 1700 auf dem Hofe wirtschaftete. In der Zeit vor 1682 war der Hof lange mit dem  Anwesen Hs. Nr. 4 verbunden, wurde aber 1661 wieder separiert und 1682 von Siegmund Gabriel Holzschuher wieder aufgebaut.“

 

[1] grundbar bedeutet lehenspflichtig

 

Aus: „Beschreibung und Geschichte der politischen Gemeinde Kalchreuth“ von Wilhelm Friedrich Held“

Weitere Informationen in „Beschreibung und Geschichte der politischen Gemeinde Kalchreuth“ von Wilhelm Friedrich Held“